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Unsere MusicMaker engagieren sich seit einigen Jahren darin, Musikinstrumente in ihrem MINT-Kurs zu analysieren, zu bauen und weiter zu entwickeln. Dabei beschäftigen sie sich neben der Schallerzeugung auch mit elektrisch generierten Tönen. Seit Neuestem machen sie sich auf den Weg, Töne hörbar zu machen, die für uns Menschen ansonsten gar nicht wahrnehmbar sind. Richtig, es geht um Ultraschallrufe von Fledermäusen – und denen sind unsere MusicMaker nun auf der Spur. Diese uns sonst verborgenen Laute können mit den DigiBats – das sind digitale Schallwandler im smarten Gamepad-Design – in unserem für uns Menschen akustischen Bereich hörbar gemacht werden.

 

Im Rahmen eines spannenden Workshops haben 20 Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums nun damit begonnen ihre eigenen Fledermausdetektoren zu bauen. Den tollen Einstiegsworkshop und das gesamte DigiBat-Projekt verdanken wir unserer Fledermausbegeisterten Referentin Ann-Kathrin Krebs von der RWTH Aachen. Sie kennt nicht nur alle Details über Fledermäuse, sondern hat diese zierlichen Lebewesen so sehr in ihr Herz geschlossen, dass sie mit großer Leidenschaft spannende Details zu den nachtaktiven Säugern erklärt. Wer hätte sonst gewusst, dass Fledermäuse täglich bis zu 50 % ihres Körpergewichts fressen. 

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Der sogenannte „B@t-Detektor“ ist ein selbstgebautes technisches Gerät, das Ultraschalllaute von Fledermäusen in hörbare Frequenzen umwandelt. Fledermäuse orientieren sich nämlich mithilfe von Echoortung – sie senden hochfrequente Rufe aus, die für das menschliche Ohr normalerweise nicht wahrnehmbar sind. Genau hier setzt das DigiBats-Projekt an: Es macht diese verborgene Welt akustisch erfahrbar und verbindet dabei Inhalte aus Physik, Biologie, Technik und Informatik auf anschauliche Weise.

Die Teilnehmenden bauen nun in den nächsten Wochen ihren Detektor Schritt für Schritt selbst zusammenbauen. Mithilfe von Anleitungen und Videos wird es ihnen gelingen, die elektronischen Bauteile eigenständig auf die Platine zu löten und anschließend in ein 3D-gedrucktes Gehäuse einzubauen. So wird bei jeder Schülerin und jedem Schüler ein einzigartiges Gerät im Fledermaus-Design entstehen.

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Neben den technischen Fähigkeiten stand beim Einstiegsworkshop auch das Verständnis für Natur und Umwelt im Fokus. Das DigiBats-Projekt verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler für Fledermäuse zu sensibilisieren und deren wichtige Rolle im Ökosystem zu vermitteln. Durch die Verbindung von digitaler Technik, praktischer Arbeit und Naturerlebnis wird ein besonders nachhaltiger Zugang zu MINT-Themen geschaffen.

Ein besonderes Highlight wird es sein, die selbstgebauten Detektoren auch im Einsatz zu testen – beispielsweise bei einer abendlichen Fledermausbeobachtung. Dann werden die ansonsten unsichtbaren und unhörbaren Tiere plötzlich „hörbar“ und die Technik zeigt eindrucksvoll, wie spannend Naturwissenschaften sein können. Vielleicht können wir damit am KKG die ein oder andere Fledermaus entdecken. Unser Abendhausmeister Dietmar sagt immer, dass sich im Kamin der Aula Carolina Fledermäuse eingenistet haben. Mal hören, ob wir sie entdecken werden.

Das DigiBat-Projekt ist nicht nur ein praktisches Technikprojekt, sondern auch ein eindrucksvolles Beispiel für modernen, fächerübergreifenden Unterricht am KKG: kreativ, handlungsorientiert und mit echtem Bezug zur Lebenswelt. So werden die Fledermausdetektoren dann auch im Biologieunterricht zum Einsatz kommen.

Wir danken dem zdi Aachen für die großzügige finanzielle Unterstützung und Ermöglichung dieses grandiosen MINT-Angebots!

MINT-Koordinator
Andreas Kral

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