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Manchmal ist es wichtig, etwas zu wagen und sich ins Unbekannte zu stürzen, denn häufig wird man dort fündig. Man sammelt Erfahrungen, entdeckt Orte und Menschen, die einen prägen und die man sein ganzes Leben im Herzen mit sich trägt. 

 

Der Aachen-Arlington Exchange fällt für mich in diese Kategorie. Ich war mir nicht sicher, wer oder was mich auf der anderen Seite der Welt erwartet, jedoch wurde ich von meiner eigenen Neugier und dem Verlangen, die Welt zu erkunden, überrumpelt und beschloss teilzunehmen. Nach der Ankunft der Amerikaner:innen im Sommer dauerte es nicht lange, bis viele schöne Freundschaften geschlossen wurden, welche weit über den Rahmen des fünfwöchigen Austauschs hinausgehen. Zudem haben wir uns häufig außerhalb des Programms mit anderen Austauschpaaren getroffen. Hierbei waren meine persönlichen Highlights Tretbootfahren und ein Tagesausflug ins Phantasialand. Aber auch die Ausflüge mit der gesamten Gruppe haben mir immer viel Freude bereitet. Am schönsten war für mich die Bootstour und die anschließende Führung durch die Zonneberg Grotten in Maastricht.

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(Malerei in der Zonneberg Grotte, Maastricht)

Am Ende der zwei Wochen in Aachen, haben wir uns auf den Weg nach Berlin gemacht. Dort haben wir jeden Tag etwas Neues unternommen, von einer Führung durch den Bundestag bis hin zu einer spannenden, geschichtlich wertvollen Fahrradtour über die damaligen Grenzen Ost- und Westberlins.

Ein paar wenige Monate später, war es endlich Zeit für uns, in die USA zu reisen, wo wir alle von unseren Austauschpartner:innen herzlich am Flughafen in Washington D.C. empfangen wurden. Es sah aus wie in einem Hollywood Film - schwarze SUVs, riesige Häuser und die klischeehaften High Schools mit ihren Football Teams.

Nicht einmal zwei Tage nach unserer Ankunft, fand ich mich selbst in einem Cowboy Outfit wieder, eingeengt in der Menschenmenge eines Football Stadions, um mir das Homecomingspiel der Schule meiner Austauschpartnerin anzuschauen, (was die Gegner 23:0 gewannen).

Jeden Tag passierte etwas Ungeplantes und genau diese Unbestimmtheit, das Leben im hier und jetzt, ist, was den Austausch für mich so wertvoll gemacht haben.
Besonders schön war es, meine amerikanischen Freundinnen wiederzusehen und mit ihnen coole Aktivitäten zu unternehmen wie eine Tour durch das Zentrum von D.C. bei Nacht oder ein Besuch in einem Spukhaus.

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(Lincoln Memorial, Washington D.C.)

 

 

 

Nach zwei wunderschönen und erlebnisreichen Wochen in Arlington, setzten wir uns in den Zug, um uns in das letzte Abenteuer des Austauschs zu stürzen - ein fünftägiger Aufenthalt in New York City. Die Straßen New Yorks wirkten endlos und der Himmel schien in Reichweite von der Dachterrasse des Rockerfeller Centers, eines der höchsten Gebäude der Stadt.
Ich werde den Ausblick nie vergessen. Das unendliche Lichtermeer, das den dunklen Nachthimmel erleuchtet und das Gefühl, als sei man nicht nur „on top of the rock“, sondern auch „on top of the world.“

Arlington 253(Top of the Rock, New York City)

 

 Wir haben alles entdeckt, was in den fünf Tagen möglich war - Central Park, Times Square, Brooklyn Bridge, 9/11 Museum, Statue of Liberty und meine drei persönlichen Favoriten, American Museum of Natural History, Museum of Modern Art und zu guter Letzt, Aladdin als Broadway Musical. Es waren fünf aufregende Tage, in denen ich Eindrücke und Erinnerungen sammeln durfte, die ich niemals vergessen werde. Nur wenige Zentimeter von Van Goghs „Sternennacht“, Monets „Wasserlilien“, Frida Kahlos Selbstporträt zu stehen, zu einem Ausblick auf New Yorks Skyline aufzuwachen und die Magie eines Broadway Musicals zu spüren, hätte ich mir niemals erträumen können.


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(„Die Sternennacht“ Vincent van Gogh)

 

Madeleine Nguefack, EF

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