
Über 10 Wochen habe ich im Rahmen des Teenz-College-Projekts dienstags regelmäßig die Universität Maastricht besucht. Das Projekt behandelt als Oberthema den Zweiten Weltkrieg, wobei unterschiedliche PerspekJven beleuchtet werden.
Primär geht es darum, Schülerninnen und Schülern das „Problem-based Learning“ System der Universität näherzubringen und somit eine neue Form des Lernens vorzustellen. Es handelt sich um ein internaJonales Projekt, das vollständig auf Englisch staTindet und an dem niederländische, belgische sowie deutsche Schülerinnen und Schüler teilnehmen können.
Auch in diesem Jahr wurde das Thema Krieg und Gewalt, speziell der Zweite Weltkrieg, aus verschiedenen PerspekJven beleuchtet, darunter biologische, chemische, historische, psychologische und rechtliche.
Jede Woche gab es zu einem neuen Themenbereich eine Vorlesung, die anschließend in sogenannten „Tutor Groups“ reflekJert wurde. Dabei konnten Fragen gestellt werden, die jeder für sich mithilfe selbst recherchierter Quellen oder zur Verfügung gestellter Readings im Laufe der Woche beantwortete. In der darauffolgenden Woche wurden diese besprochen, alles unter Begleitung von Tutoren, die meist selbst Studierende an der Universität sind.
Die letzten drei Wochen haben wir dann unseren Abschluss- projekten gewidmet. Dafür wurden erneut kleine Tutor- gruppen gebildet, in denen wir gemeinsam an einem selbst durchgeführten Versuch oder Test arbeiten dur_en.
Ich war Teil einer Gruppe, die an einem psychologischen Versuch gearbeitet hat, bei dem es um Konformität ging. Wir haben verschiedene Personen inte- rviewt, um zu sehen, wie stark sie (nicht) unsere Körper- sprache kopieren. Auch hier ging es darum, das Vorgehen
kennenzulernen, wie man einen eigenen Versuch aucaut, durchführt und verteidigt.
Am Ende fand eine Abschlussfeier stad, auf der die Versuche midels Poster Familien- angehörigen und Lehrkrä_en präsenJert wurden. Abschließend wurde uns feierlich ein ZerJfikat überreicht.
Rückblickend würde ich jedem geschichts- und sozialwissenscha_lich interessierten Schüler mit guten Englischkenntnissen empfehlen, dieses Angebot anzunehmen, um neue Methoden kennenzulernen und auszuprobieren.
Antonia Härter