
Wir durften am Workshop „What the Fakt?“ zum Erkennen von Fake News, Mis- und Desinformationen und Verschwörungstheorien teilnehmen. Er wurde von Salon5, der Jugendredaktion von CORRECTIV, angeboten und fand im Zeitungsmuseum statt.
Als erstes haben wir den wichtigen Unterschied zwischen Misinformationen, also den Falschinformationen, die unabsichtlich und unwissend als diese weitergegeben werden, und Desinformationen, also Falschinformationen, die bewusst verbreitet werden um andere gezielt zu manipulieren, zu verwirren oder von einer bestimmten Meinung zu überzeugen, kennengelernt. Hier lag der Fokus vor allem auf den sozialen Netzwerken, in denen man regelmäßig auf unseriöse Quellen und allerlei Falschinformationen trifft und es somit ziemlich wichtig ist diese erkennen zu können.
Anschließend sind wir noch tiefer auf das Thema Fake News im Internet eingegangen und haben uns Methoden und Tools angeschaut, die einem helfen die Kredibilität eines Inhaltes festzustellen. Wir haben gelernt, dass vor allem die Quelle (handelt es sich um einen bekannten Nachrichten-Sender oder einen kleinen TikTok-Account?) und Darstellung (Gibt es Rechtschreibfehler? Wie ist der Inhalt aufgebaut?) viel über die Seriosität eines Inhalts aussagt. Auch auf weitere Aspekte wie ein klares Impressum oder der Einfluss von KI sollte man achten. Falls man sich nach diesen Checks immer noch unsicher ist, gibt es dann noch bestimmte Tools, wie z.B. die Google-Bilderrückwärtssuche, das Web-Archiv oder Seiten, wie Faktencheck und Faktenforum, die eine gründlichere Nachforschung ermöglichen.
Zuletzt lag es an uns Teilnehmern, einige Beispiele aus dem Internet auf ihre Echtheit zu prüfen. Ein Beispiel hier war ein Video, welches ein reales Filmset zeigte, wobei der Videoinhalt behauptete, es handle sich um die Inszenierung eines Angriffs im Gaza-Streifen. Nach Anwendung der Tools, wie der Bildrückwärtssuche, konnten wir schnell das Original-Video aus dem Jahr 2022, dass tatsächlich von einem Filmset kam, aber an einem völlig anderem Ort und zu einem anderen Zweck entstanden war, finden und somit feststellen, dass das Video eigentlich überhaupt nichts mit dem Krieg in Gaza zu tun hatte, sondern als Desinformation gezielt manipulieren sollte.
Uns hat dieser Workshop gezeigt, wie wichtig es ist nicht alles sofort zu glauben, was man hört und im Internet sieht ohne es zu hinterfragen und außerdem, wie geschickt und unauffällig Fake-News verbreitet werden und was für einen Schaden sie anrichten können. Die Methoden und Tools, die wir uns angeschaut haben, waren sehr hilfreich und werden uns in Zukunft wohl öfter davor bewahren auf Desinformationen reinzufallen.
Vielen Dank an Salon5!
Antonia H. und Emma G., Q1