Die Beschäftigung mit Literatur dient der Auseinandersetzung mit anderen (gedanklichen) Welten und bietet deswegen die Möglichkeit, zentrale Wertvorstellungen und Ideen zu reflektieren, wodurch wichtige Weichen für die Persönlichkeitsentwicklung gestellt werden.   Einem Flugsimulator ähnlich ermöglicht Literatur es, sich in bedeutsame Lebenssituationen hineinzuversetzen. Sie fördert das Einfühlungsvermögen und das Gefühl für Sprache und dient nicht zuletzt der sinnvollen und bereichernden Freizeitgestaltung.
 
Literatur-Kurs Q1

In der Oberstufe können die Schüler den einjährigen Grundkurs Literatur in der Qualifikationsphase (Gk Q1) wählen. Hierbei sind mögliche Arbeitsfelder die Produktion eines Theaterstücks, das kreative Schreiben oder die Produktion eines Films.

 

Literarisches Quartett

Zweimal im Schuljahr – am ersten Mittwoch nach den Herbst- und am ersten Mittwoch nach den Osterferien - findet abends im Theatersaal das Literarische Quartett im Kaiser-Karls-Gymnasium statt. Bei dieser Veranstaltung diskutiert vor interessierten Lesern ein literaturbegeistertes Quartett: ein(e) Schüler(in), ein Elternteil, ein(e) Lehrer(in) und ein Moderator über vier Bücher.
Während Schüler die Lektüre im Unterricht häufig als Zwang empfinden, ist die Teilnahme am Literarischen Quartett freiwillig. Es geht darum, durch das Gespräch über Literatur Lust auf das Lesen zu machen.
Die literarische Wertung, die argumentative Auseinandersetzung mit der Meinung anderer und nicht zuletzt die exponierte Gesprächssituation vor Publikum stellen an die Beteiligten hohe Anforderungen, weshalb das Literarische Quartett auch als Förderung begabter Schüler(innen) verstanden werden kann.
Darüber hinaus soll das Gespräch mit dem Publikum auch eine lebendige Schulgemeinschaft fördern. Den angenehmen Rahmen ermöglicht unter anderem die Tafelrunde des Kaiser-Karls-Gymnasiums, eine Kochrunde verschiedener Lehrer, die für die Bewirtung sorgt.

 

Euregio – Literatur - Preis

Seit dem Schuljahr 2014/15 nimmt eine Schülergruppe des Kaiser-Karls-Gymnasiums unter der Leitung von Lisa Hillebrand und Thomas Gelnar erfolgreich am Euregio-Schüler-Literaturpreis teil. Das internationale Projekt hat das Ziel, Jugendliche aus der Euregio-Maas-Rhein-Region zum Lesen literarischer Texte anzuregen und mit der neueren Literatur ihres Landes und der Nachbarländer vertraut zu machen. So treten jeweils zwei aktuelle Werke des deutschen, französischen und niederländischen Sprachraums (und ihre Übersetzungen) in den Wettbewerb und stellen sich der Jury der insgesamt rund 400 Schülerinnen und Schüler aus ca. 25 Schulen. Die einzelnen Veranstaltungen, wie diverse Lesungen, der Austausch mit renommierten Literaturkritikern, der Jurytag sowie die das Projekt abschließende Preisverleihung ermöglichen neben der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Literatur vor allem auch die grenzüberschreitende Begegnung zwischen den Jugendlichen und bilden so eine Plattform zum Austausch in allen drei Sprachen. Besonderen Anlass dazu bot u.a. der Jurytag im Rahmen des letzten Wettbewerbsjahrs (2016/17), welchen das KKG in der Aula Carolina ausrichten durfte.

 

 

 

Kurzgeschichtenwettbewerb

Seit fünf Jahren gibt es ihn schon: Traditionell findet nach den Osterferien der schulinterne Kurzgeschichtenwettbewerb des Kaiser-Karls-Gymnasiums statt.
Zwei Stufen gilt es zu durchlaufen: Alle Schülerinnen und Schüler, alle Eltern und Lehrkräfte werden im Vorfeld des Präsentationsabends aufgefordert, Kurzgeschichten zu einem vorgegebenen Thema bzw. in einer bestimmten literarischen Form zu verfassen. So wurden in einem Jahr fünf beliebige Begriffe vorgegeben, aus denen eine zusammenhängende Geschichte geschrieben werden musste. Oder in einem anderen Jahr musste wie ein Nachrichtensprecher eine Meldung zu einem vorgegebenen Thema verfasst werden oder die Mensa in einem Battle-Rap „besungen“ werden. Eine Jury wählt aus allen eingereichten Geschichten die besten aus und bittet deren Verfasser/inzum Finale, d.h. zu einer öffentlichen Lesung. Denn neben der Qualität der schriftlichen Form zählt auch die der Präsentation. Dazu wählen die Organisatorinnen des Kurzgeschichtenwettbewerbs, Dr. Evelyn Gettner und Susanne Kessler, als Veranstaltungsort jeweils eine andere Stelle des Gebäudes aus. So fanden die Veranstaltungen mal in der Mensa, mal auf verschiedenen Fluren des Altbaus statt.
Sieger bzw. Siegerin werden am Finalabend „basisdemokratisch“ ermittelt: Das Publikum entscheidet per Votum, wer in den verschiedenen Altersstufen die beste Kurzgeschichte des jeweiligen Jahre präsentiert hat.Und die Vereinigung der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums stellt jedes Jahr hochwertige Preise zur Verfügung (Buch- Pizza-, Eisgutscheine).

 

„Lesefieber“

Einmal im Jahr, kurz vor Weihnachten, setzen sich Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte Kerstin Pfeiffer, Heribert Körlings, Katharina Baerens, Thomas Gelnar und Jürgen Bertram zusammen, um im KKG das „Lesefieber“ zu entfachen. Dann wählen sie gemeinsam ein literarisches Werk aus (2015 „Rico, Oskar und die Tieferschatten“) und lesen an einem Abend in verteilten Rollen interessierten Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Orten im Gebäude vor.
 

 

Schülerzeitung „Karlsschüler“

Die Redaktion der Schülerzeitung trifft sich einmal in der Woche im Raum A06. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen können teilnehmen. Angeleitet durch ThomasGelnar entscheiden die Schülerinnen und Schüler über den Inhalt des „Karlsschülers“, recherchieren, führen Interviews, fotografieren und gestalten das Layout am Computer. Zu diesem Zweck verfügt der Karlsschüler über einen leistungsstarken Laptop und die professionelle Software InDesign.
Die zentralen Anliegen der Arbeitsgemeinschaft sind die Vermittlung journalistischen Schreibens und die Förderung eines Bewusstseins für die Bedeutung des kritischen Journalismus. Einmal im Schuljahr erscheint eine Ausgabe des „Karlsschüler“s.

 

T. Gelnar