Das Fach Kunst wird in der Erprobungsstufe durchgängig zweistündig erteilt. In den Klassen 7 – 10 findet ein Wechsel mit dem Fach Musik statt, so dass die Schülerinnen und Schüler in den Stufen 8 und 10 jeweils zweistündig im Fach Kunst unterrichtet werden.

 

Kunst-AG

Die Kunst AG tarnt sich im Schuljahr 2019/2020 unter dem Titel "So etwas wie. Und glotzen!"

Die Kultivierung des Experiments, des Wagnisses, des unbekannten Ergebnisses in der künstlerischen Praxis gepaart mit Intensität, viel Arbeit, viel anschauen, viel Freude, Präzision und kalkuliertem Chaos bilden neben der Haltung, dass alles Kunst sein kann das Fundament der AG. Wir bedienen uns bei allem, was an Bilderzeugnissen, Techniken und Stilen zur Verfügung steht, ohne Gefahr zu laufen, ein langweiliger Kopist zu sein. Für spezifische Arbeitsanlässe schlüpfen wir in bestimmte Zustände, Rollen, Haltungen oder Modi. Ziel ist, sich frei vom Anspruch zu machen, Künstler zu sein oder Kunst machen zu wollen, da dieser Anspruch häufig aufgeladen ist und eher Druck erzeugt. Und vor allem wollen wir extrem viel produzieren und Vollgas geben.

Die AG leitet momentan Herr Cullmann und ist für alle Jahrgangsstufen geöffnet.

Neben der Kunst-AG bietet Herr Cullmann eine individuelle Mappen- und Studienberatung an. In mehreren Sitzungen wird eine Mappe mit autonomen Arbeiten entwickelt, die für ein künstlerisches Studium Voraussetzung ist. 

Kunst/Architektur im Wahlpflichtbereich II (Klasse 8 und 9)

 Im Wahlpflichtbereich II Kunst/Architektur/ Mode/ Design haben die Schüler mit der Wahl des Faches die Möglichkeit, verbindlich für zwei Jahre einen weiteren künstlerischen Schwerpunkt zu wählen. In den praktischen Einheiten des Unterrichtes der Stufe 8 stehen das zeichnerische Erfassen, Gestalten und Planen von Architektur (Gebäude/Innenräume) und die Einführung in den Modellbau im Vordergrund. Die theoretischen Einheiten erweitern diese Erfahrungen und Kenntnisse durch die Betrachtung und Analyse ausgewählter Bauwerke verschiedener Stilepochen. Zum Teil findet dies auch im Zusammenhang mit kleineren Exkursionen statt, direkt vor dem Bauwerk. Die Aachener Innenstadt bietet einige Anlässe, um auch außerschulische Lernorte in den Unterricht einzubauen. Besondere Projekte können in Kooperation mit verschiedenen Aachener Institutionen stattfinden.

Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 (Schwerpunkt Architektur) steht eine Einführung in die Perspektive und das Sehen, Erleben und Begreifen von Grundformen der Architektur im Mittelpunkt. Dazu gehören die Fähigkeiten, verschiedene Darstellungsformen zeichnerisch umzusetzen (Projektionsarten, perspektivisches Zeichnen, Grund- und Aufrisszeichnung, Drei-Tafelprojektion), Grundbegriffe für Architekturfirmen und Projektionen kennenzulernen, architektonische Grundformen in Zeichnung und Modell zu entwerfen und zu arrangieren sowie eine Einführung in einfache Formen des Modellbaus.

Im zweiten Halbjahr geht es um Modellbau (von der Idee zur Ausführung eines Architekturmodells) sowie das Kennenlernen von Baustilen. Erlernt werden maßstabsgerechtes Zeichnen und Entwerfen, Skizzen und Zeichnungen zur Planung werden erstellt, reflektiert und überarbeitet, verschiedene Dokumentationsformen des Arbeitsprozesses (z.B. Führen eines gemeinsamen Projekttagebuchs, individuelle Dokumentation im Artbook) werden eingeübt und die Planung wird schließlich im praktischen Modell realisiert.

Bei der Frage nach dem sach-und fachgerechtem Umgang mit dem Material steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Baustilen und Epochen, Erkennen von unterschiedlichen Charakteristika der Baustile (exemplarisch z.B. Bauhaus,  Dekonstruktivismus) im Zentrum.

Das erste Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 (Schwerpunkt „Design“, ab dem Schuljahr 2018/2019) stellt eine Einführung in den Bereich des Designs dar. Zunächst werden in einer Einführung in das Produktdesign (Schnittstelle Interior – Design-Architektur – von der Hülle zum Innenraum) grundlegende Fragen wie „Was ist Design?“ oder „Seit wann sprechen wir von Design?“ sowie das Verhältnis  vom Gebrauchsgegenstand zum Kunst- und Kultobjekt (Bedeutung der Moderne für das heutige Design, Bauhaus, Ulmer Gesamthochschule für Gestaltung, Anknüpfung an Architektur) thematisiert. Unterrichtsinhalte sind das Berufsbild des Designers (Ausbildung etc.), gestaltungspraktische Übungen vom Entwurf zum Modell, Entwurfsplanung mittels Zeichnung und CAD-Software sowie die Entwicklung komplexerer individueller  Gestaltungen.

Das zweite Halbjahr versteht sich als eine Einführung in das Modedesign (Mode & Kunst –„we wear culture“) und thematisiert grundlegende Fragen  wie „Was ist Mode?“ (die Geschichte der Kleidung), „Was erzählt Kleidung über dich?“ sowie das Berufsbild des Modedesigners und umfasst gestaltungspraktische Übungen zum Thema „Material matters“, Materialerfahrungen / Materialästhetik (z.B. Maiko Takeda, Dematerialising fashion, Upcycling) und das Zeichnen und die Umsetzung komplexerer individueller Entwürfe.

Kunst in der Sekundarstufe II 

In der Sekundarstufe 2 ist das Fach Kunst als Grund- und Leistungskurs wählbar.

In der Oberstufe tritt neben dem eigenständigen praktischen Arbeiten die theoretische Auseinandersetzung mit Kunstwerken in den Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler erlernen Methoden der Kunstbetrachtung, -analyse und -interpretation und erhalten einen Überblick über die Kunstepochen durch Beispiele aus Malerei, Plastik, Architektur, Design, Fotografie und Medien. Der Leistungskurs bietet die Möglichkeit zur verstärkten Förderung individueller Gestaltungen. Besonders im Leistungskurs Kunst vertieft der Besuch von Exkursionen und Ausstellungen den Unterricht und regt die Schüler in besonderer Weise zu eigenen praktischen Arbeiten an. 

Zusätzlich zum Leistungs- oder Grundkurs kann ein zweistündiger Projektkurs Kunst gewählt werden. Er ist produktorientiert ausgerichtet und zielt auf praktisches und teamorientiertes Arbeiten über den Zeitraum eines Schuljahres ab. Er ist so angelegt, dass sich die Teilnehmer, bezogen auf das Rahmenthema des Projektkurses, ihren eigenen Vorhaben widmen, die sie weitgehend selbstständig planen und an denen sie über die Dauer eines Schuljahres selbstständig arbeiten.

In allen Jahrgangstufen haben die Schüler die Gelegenheit, eigene und gruppenbezogene Ergebnisse aus dem Kunstunterricht in Ausstellungen zu präsentieren. So werden die kritische Auseinandersetzung mit Gestaltungsarbeiten sowie der Respekt und die Wertschätzung gegenüber eigenen und fremden Arbeiten angeregt.

Sieverding-Mattfeld/ T. Cullmann

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