Seit Mai 2017 ist das Kaiser-Karls-Gymnasium zertifizierte Euregioprofilschule. Doch was bedeutet das?

Das bedeutet, dass an unserer Schule ein besonderes Augenmerk auf die Stadt Aachen und die Region, in der wir leben, gerichtet wird – inner- und außerhalb des Unterrichts (weitere Informationen finden Sie hier).

Aachen ist eine Stadt, die in der Euregio an dem bekannten Dreiländereck „Belgien-Niederlande-Deutschland“ liegt. Verschiedene Länder, Kulturen und Sprachen treffen hier auf engstem Raum aufeinander.

Den Besucher, der das erste Mal nach Aachen kommt, beeindrucken auf Anhieb 3 Dinge:

1.         der grüne Alleenring

2.         die bunte Vielfalt von Menschen unterschiedlichster Couleur und

3.         die „Leichtigkeit des euregionalen Seins“. Die Leichtigkeit, mit der wir tagaus tagein zwischen den 3 Nachbarländern hin- und herpendeln und dabei die Grenzen kaum noch wahrnehmen.

So ist es durchaus möglich, alle 3 Länder an einem einzigen Tag zu „bereisen“ und dabei am Vormittag „un petit café“ in Belgien zu trinken, mittags „stofvlees met fritjes“ an der Maas in den Niederlanden zu essen und abends nach Aachen zurückgekehrt, das Abendbrot in Deutschland einzunehmen.

Kulturelle Gleichheiten, aber auch Unterschiede können also z.B. bei einem gemütlichen Tagesausflug ohne Probleme innerhalb von gut 8 Stunden live erlebt werden.

In solchen Erlebnissen, in solchen Begegnungen – und sei es nur für einen Tag – eine Chance für eine immer noch bessere Verständigung zwischen unseren 3 Ländern, aber auch zwischen den Kulturen im Allgemeinen zu sehen, ist dem Kaiser-Karls-Gymnasium ein wichtiges Anliegen.

Leider leben wir aktuell in einer Welt der wieder zunehmend rückwärtsgewandten Nationalismen. Aber gerade jetzt Grenzen so problemlos physisch, aber auch mental in einigen Köpfen zu überwinden – dies zu vermitteln ist einer unserer wichtigsten Bildungsaufträge überhaupt.

Deshalb ist das Kaiser-Karls-Gymnasium stolz und dankbar, nun auch mit der offiziellen Auszeichnung als Euregioprofilschule diesen Bildungsauftrag weiter umzusetzen.

Ich wünsche unseren SuS am KKG, aber auch den Eltern und Lehrerinnen und Lehrern, dass sie es auch als Chance wahrnehmen, in einer solchen Region zu leben, in der man zwar nicht in 80 Tagen um die Welt, aber in 8 Stunden durch die Euregio reisen kann.

Au revoir. Tot ziens. Auf Wiedersehen.

V. Werner