Henrik Kuperjans und Tobias Decker dürfen sich über eine Urkunde und 300€ Preisgeld freuen!

 

Willkommen in Europa!? Im Rahmen der KKG-Projekttage 2016 nahmen Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis Q1 am Fotowettbewerb EuroVisions 2016 des Landes NRW teil. Gefordert war, sich buchstäblich ein Bild von Europa machen. In Kleingruppen ging es darum, jeweils ein Foto möglichst professionell zu planen, zu gestalten, aufzunehmen und evtl. nachzubearbeiten. Dieses sollte die eigene Sichtweise des diesjährigen Wettbewerbsmottos „Willkommen in Europa!?“ künstlerisch umsetzen: Können sich Menschen heutzutage in Europa willkommen fühlen? Was sagen Menschen, die unsere Staatengemeinschaft besuchen bzw. besuchen müssen? Welche Vorstellungen haben die Schülerinnen und Schüler selbst von einem herzlichen Willkommen? Wie werden Flüchtlinge in Europa integriert?

Vor der Gestaltung der eigentlichen Fotos musste sich die Gruppe zuerst mit der Materie vertraut machen. Zusammen mit Herrn Weber und Herrn Ritzefeld wurde daher Europa inhaltlich „auf den Zahn gefühlt“. Hierbei half auch ein eintägiges Projekt im Aachener Grashaus, bei dem gelernt, gestaunt und diskutiert werden konnte, wie sich Europa selbst versteht und anderen Menschen präsentiert. Natürlich spielte auch die Flüchtlingsfrage in diesem Kontext eine große Rolle.

Mit vielen neuen Eindrücken und Ideen ging es in einem zweiten Schritt um die Auseinandersetzung mit der technischen Seite des Wettbewerbs. Blendeneinstellungen, Weißabgleich, Fokussierug oder Verschlusszeit: Anhand kleiner Übungsaufgaben und vieler praktischer Beispiele konnten die Einstellungen der eigenen Spiegelreflexkamera ausprobiert und angewendet werden. Gerade diejenigen, die noch wenig mit dem Fotografieren zu tun hatten, staunten nicht schlecht, welche Möglichkeiten der Bildgestaltung es jenseits von Handy-Schnappschüssen gibt.

Schließlich ging es an die Umsetzung der eigenen Projektidee. Mit Kreativität und viel Elan wurde geplant, in Szene gesetzt und fotografiert, Aufwand für die Bildgestaltung wurde nicht gescheut: Wandspiegel und andere sperrige Utensilien mussten besorgt werden, ein BMW zierte zeitweise den KKG-Schulhof und selbst mit den Nachbarn der Schule nahmen die Schülerinnen und Schüler Kontakt auf, um optimale Bedingungen für das Foto-Shooting aushandeln zu können.

Die Ergebnisse des Fotoprojekts sind beeindruckend. Umso mehr freut es uns, dass die Juroren des Landes NRW dies genauso sehen: Henrik Kuperjans und Tobias Decker erreichten mit ihrem Foto „Alle Menschen werden Brüder“ den dritten Platz in ihrer Altersgruppe. Im Februar 2017 werden sie hierfür in Münster ausgezeichnet. Auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs erhielten eine Anerkennung ihrer Leistungen in Form einer Urkunde.
Die Ausschreibung für den Fotowettbewerb des nächsten Jahres ist bereits veröffentlicht, und die ersten Ideen für Fotos gibt es auch schon…


A. Ritzefeld

Gebt Flüchtlingen ein Gesicht
 

Shanga Ahmad, Sofia Boymenblit, Sena Gökcesin, Arbenita Statovci, Jgst. EF
Unsere Inspiration war ein Bild aus der Neuen Züricher Zeitung vom 25.04.2016. Es zeigt ein Rückenbild von drei Frauen im Kopftuch. Wir wollen an dem Bild etwas ändern. Viele nehmen Flüchtlinge nur als eine gesichtslose Zahl wahr. Doch so ist das nicht. Flüchtlinge sind Menschen, die das Recht auf ein glückliches, kriegsfreies Leben haben. Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigene Persönlichkeit, die das Recht hat, gesehen zu werden. Nur durch das Kennenlernen dieser Geschichten verhindert man Intoleranz.
 

 

Alle Menschen werden Brüder

 

 

Henrik Kuperjans, Tobias Decker, Kl. 8
Am Ende des Workshops zum Thema „Migration und Flucht“ im Aachener Grashaus formulierten wir einige Forderungen an Europa. Dabei fiel uns der Satz „Alle Menschen werden Brüder“ aus der Europahymne ein. Den Anfang dieses Liedes haben wir als neue Form der europäischen Flagge fotografiert. In die Sterne haben wir Begriffe eingefügt, die wir selbst als Flüchtlinge in einem neuen Land erhoffen.
 
 
 
Alle sind gleich willkommen!?
 

 

Nina Kuckelmann, Svenja Schreiber, Christian Wiewelhove, Jgst. EF
Das von uns gewählte Motiv ist das Kartenspiel „Schwarzer Peter“, in welchem der Schwarze Peter, der in unserem Bild durch den syrischen Pass dargestellt wird, die schlechteste Karte ist. Damit möchten wir deutlich machen, dass nicht jeder gleich willkommen ist. Mit einem deutschen Pass ist man, wie wir in einem Zeitungsartikel aus der Zeit gelesen haben, fast überall gerne gesehen. Wir haben das Glück, so einen Pass zu besitzen und damit in 173 Länder visumsfrei einreisen zu können. Für syrische Bürger gilt das für lediglich 33 Länder. Wir wollen aussagen, dass besonders Menschen aus Ländern, in denen so schwierige Umstände herrschen, von jedem mit offenen Armen empfangen werden sollten.
 
 
 
Und was, wenn man nicht hüpfen will?
 

 

Luisa Kobetic, Judith Purrer, Laurids Schmacker, Jgst. EF/Q1
Mit unserer Arbeit möchten wir Kritik am Verhalten Europas mit der Flüchtlingskrise ausdrücken. Unserer Meinung nach muss neben den Hilfen, die bereits geflohene Menschen erhalten, ganz klar die Ursachenbekämpfung im Mittelpunkt stehen, denn was, wenn man nicht hüpfen will?
 
 

 

Willkommenspaket Deutschland

 

 

Luisa Kobetic, Judith Purrer, Laurids Schmacker, Jgst. EF/Q1
Mit unserem Bild wollen wir mit einer ordentlichen Prise Selbstironie veranschaulichen, was Deutschland für Außenstehende interessant machen könnte und was typisch für uns Deutsche ist.
 
 

 

Überall willkommen!

 

 

Nora Ait Nouh, Franziska Wagner, Malin Schmacker, Melisa Cevik, Klasse 8
Uns ist aufgefallen, dass sich die Länder Europas nicht alle gleich stark am Flüchtlingsproblem beteiligen. Manche Staaten nehmen viele Flüchtlinge auf und versuchen sie bestmöglich zu versorgen, während andere Länder nur wenige willkommen heißen möchten. Wir sind der Meinung, dass sich alle europäischen Länder um die Menschen aus den Krisengebieten kümmern sollten. Deshalb möchten wir mit unserem Foto ausdrücken, dass die Länder Europas zusammenhalten und sich alle gleich beteiligen müssen, um das Problem der vielen hilfesuchenden Menschen zu lösen.