Zwei Wochen seiner Ferien „opfern“, um in dieser Zeit an einer Akademie für besonders leistungsfähige und motivierte Schülerinnen und Schüler teilzunehmen. Auf den ersten Blick scheint das Programm der Deutschen SchülerAkademie nur für Streber geeignet. Doch schon im letzten Jahr habe ich durch die Teilnahme an der Vorbilderakademie erfahren, dass Sommerschulen eine einmalige Gelegenheit sind. Dementsprechend war ich überglücklich, als ich im Frühjahr die Zusage für die Teilnahme an der Deutschen SchülerAkademie erhalten habe.

 

Die Nachhaltigkeitdakademie begleitete mich schon viele Monate vor Beginn der Akademie. So bereitete ich mich auf meinen Kurs vor und lernte die anderen „Nakaner“ im Forum der Nachhaltigkeitsakademie kennen. Währenddessen wurde meine Vorfreude auf die Zeit an der NAka immer größer. Schließlich machte ich mich am 19.08 zur HöB (erstaunlicher Name: Historisch-ökologische Bildungsstätte) in Papenburg auf. Dort sollte ich zwei tolle Wochen mit talentierten und motivierten Gleichaltrigen verbringen.

 

Zum Kurs

Die Kurse der Naka sind alle auf das aktuelle, hochspannende Oberthema Klimawandel ausgerichtet. Globale Umweltveränderungen und der damit verbundende Klimawandel stellen eine der größten Gefahren in unserer Zeit dar. Jedoch ist dessen Verlauf immer noch ungewiss, weshalb ein umfassendes Verständnis der Mechanismen im Klimasystem von großer Wichtigkeit ist.  Im Kurs ‚ Mit Daten und Modellen forschen‘ stellten wir uns dieser Herausforderung. Zunächst erarbeiteten wir uns einen Überblick über die systemkontrollierenden Bestandteile des Klimasystems, wie etwa den Wasserkreislauf oder die Sonnenstrahlung. Anhand dieser Grundlage diskutierten wir daten- bzw. modellgetriebene Forschungsansätze, welche wir im Anschluss mit der Programmiersprache R implementierten. 

Des Weiteren arbeiteten wir am Wochenende in kleineren Gruppen an Projekten, die sich alle mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, wobei wir Ideen entwickelten, wie man das eigene Leben nachhaltiger gestalten kann und Mitmenschen auf den Klimawandel aufmerksam macht.

Außerhalb der Kursschiene, die jeweils morgens und abends stattfand, boten sich viele KüAs (Kurs übergreifende Angebote) an.

 

 

Zur HöB und den KüAs

Historisch-ökologische Bildungsstätte ist eine Bezeichnung, mit der ich zunächst wenig anfangen konnte. Allerdings könnte ich mir rückblickend keinen besseren Ort für die Naka vorstellen: Sie liegt inmitten eines trockengelegten Moorgebiets. Das Gelände der HöB ist riesig. Uns standen mehre Gärten, sämtliche Gebäude der HöB, eine Turnhalle und ein Sportplatz zur Verfügung. Das Beste war jedoch der See, der direkt am Haupthaus der HöB liegt. Mit kleinen Booten ruderten wir in unserer Freizeit auf dem See und erkundeten Papenburgs Kanäle. An warmen Tagen, die überraschenderweise zahlreich waren, sind wir auch geschwommen.

Während der KüA-Schiene spielten wir Volleyball, Fußball, Ultimate Frisbee und vieles mehr. Außerdem haben wir gemalt, gebastelt, meditiert, sind ins Kino gegegangen und haben die Meyer-Werft, die in Papenburg ansässig ist, besucht.

Die Abende und Nächte haben wir meist mit Karten- und Werwolfspielen verbracht. In den letzten zwei Nächten habe ich sogar Standardtänze gelernt.

 

 

Was habe ich mitgenommen?

Insgesamt habe ich auf der NAKA eine großartige Zeit verbracht. Ich hatte nicht nur super viel Spaß, ich konnte auch sehr viel von den anderen talentierten und intelligenten Nakanern und ihren vielfältigen Erfahrungen lernen. Darüber hinaus erwartet einen auf der Deutschen SchülerAkademie das Knüpfen überregionaler Kontakte. In den zwei Wochen konnte ich viele Freundschaften schließen. Ich freue mich jetzt schon auf unser Nachtreffen. Daher kann ich jedem nur empfehlen, an der Deutschen SchülerAkademie teilzunehmen. 

Elena Gensch