Der Austausch begann mit dem Besuch der Amerikaner im Juli. Eine Gruppe von 11 Schülern und einer Lehrerin reiste eine Woche vor den Sommerferien an. Nachdem sie am ersten Tag die Aachener Sehenswürdigkeiten besichtigt hatten, begleiteten sie uns an den beiden darauf folgenden Tagen in die Schule und lernten so auch ein Teil von unserem Alltag kennen. Das Programm bestand außerdem aus einem Nachmittag im Kletterwald und einer Willkommensfeier im Ludwigforum. In der zweiten Woche, die für uns Deutsche schon die erste Ferienwoche war, besuchten wir die Städte Maastricht, Köln und Monschau.

 

 

Zum Abschluss fuhren wir drei Tage nach Berlin. Dort machten wir eine geführte Fahrradtour entlang der Berliner Mauer und sprühten unser eigenes Graffiti. Wir besuchten das Geschichtsmuseum und wurden im Bundestag von einem Abgeordneten der Grünen aus der Region Aachen empfangen. Nebenbei hatten wir Zeit Berlin, zu sehen und hatten viel Spaß in der Gruppe. Nach einem schweren Abschied freuten wir uns umso mehr auf die Reise nach Arlington.

Am 4. Oktober war es dann endlich soweit: Um 5 Uhr morgens trafen wir, eine Gruppe von 20 Aachener Schülerinnen und Schülern und unsere Begleiter Frau Müller-Grünkemeier und Frau Bastian, uns, um in Richtung Flughafen Frankfurt mit dem Ziel Washington-Dulles aufzubrechen. Nach einem achtstündigen Flug wurden wir von unseren Gastfamilien am Flughafen abgeholt. Am Abend haben uns unsere Gastschüler, Sarah und Ryan, bereits ihre Wohngegend in Arlington und auch ihre Schule, Yorktown High School, gezeigt. An unserem ersten, ganzen Tag besichtigten wir den Nationalfriedhof in Arlington und bekannte Memorials, wie das Lincoln Memorial oder das Korea War Memorial in Washington, DC. Ein Abstecher beim Weißen Haus durfte natürlich auch nicht fehlen. Am folgenden Tag wurden wir im Arlington County Board von der Vorsitzenden Libby Garvey empfangen. Später folgte eine geführte Tour durch das U.S. Capitol inklusive einer Besichtigung des Repräsentantenhauses. Am Abend zeigte uns Sophies Gastvater das Pentagon Memorial, welches an die Toten der Anschläge vom 11. September erinnert. Besonders ergriffen hat uns die Tatsache, dass mehrere Gastväter sich an diesem Tag im Pentagon aufgehalten haben.

Es folgte ein Tag, an dem wir unsere Austauschschüler in die Schule begleiteten. Das Wochenende stand den Familien zur freien Verfügung. So besuchte Sophie beispielsweise ein College-Footballspiel und die Tropfsteinhöhlen Luray Caverns und Laurids besichtigte Gettysburg in Pennsylvania, den Schauplatz einer der blutigsten Schlachten im amerikanischen Bürgerkrieg sowie einen Freizeitpark. Am Dienstag der nächsten Woche besuchten wir mit der Gruppe das National Museum of American History, das National Museum of Natural History und die National Gallery of Art. Am folgenden Tag besuchten wir den idyllischen Ort Harpers Ferry in West Virginia. Dorthin konnten auch einige von den amerikanischen Schülern mitkommen, die sich für diesen Tag in der Schule entschuldigen ließen. Im kleinen Ort treffen nicht nur die Flüsse Potomac und Shenandoah aufeinander, sondern auch die Staaten West Virginia, Virginia und Maryland. An einem Ausblickspunkt in Maryland konnten wir die volle Schönheit dieser Kleinstadt genießen. Außerdem besuchten wir zwei der Universitäten in Washington und Arlington und unterhielten uns mit Professoren über die Geschichte der Region und auch über den Wahlkampf in den USA. Am letzten Tag mit Programm besuchten wir das Newseum, ein Nachrichtenmuseum, in dem der größte Teil der Berliner Mauer, außerhalb von Deutschland, steht. Darauf folgte ein kurzer Abstecher nach Chinatown. Für Schüler, die gerne shoppen gehen, blieb natürlich auch Zeit in den riesigen Malls in Arlington einzukaufen. Am Abend guckten wir gemeinsam das Homecoming Footballspiel, das Yorktown mit 35-0 gewann. Am nächsten Tag besuchte ein Großteil der Gruppe den Homecoming Ball, dem viele sehnsüchtig entgegen sahen.

Nach dem zweiwöchigen, wunderschönen Aufenthalt in den Gastfamilien in Arlington waren wir noch vier Tage bei strahlend schönem Wetter in New York. Nach einer dreistündigen Busfahrt konnten wir endlich im Hostel einchecken. Bei Abendlicht liefen wir über die Brooklyn Bridge und genossen den Ausblick auf die erleuchtete Skyline. Der nächste Tag begann mit einer Bootsfahrt zur Freiheitsstatue. Wir setzten weiter zur Ellis Island über und fuhren dann mit der Metro in Richtung Ground Zero. Gegen Abend konnten wir die Metropole vom Rockefeller Center aus von oben sehen. Nach dem einen Lichtermeer aus der Vogelperspektive sind wir auf dem Times Square direkt in ein anderes eingetaucht.



Am dritten Tag stand das Guggenheim Museum mit seiner besonderen Architektur auf dem Programm. Und auch am Abreisetag gab es noch großartige Kunst im Museum of Modern Art zu sehen.

In der kurzen Zeit konnten wir viele Erfahrungen und tolle Eindrücke sammeln. Wir haben viel über die Kultur, die Menschen und den Alltag in Amerika gelernt und hatten außerdem eine wunderschöne Zeit mit unseren Gastfamilien und der deutsch-amerikanischen Gruppe.

Sophie Metz und Laurids Schmacker, EF