Auch in diesem Jahr fand zum fünften Mal die CAMMP week (Computational and Mathematical Modeling Program) vom 19.06. - 24.06.2016 im belgischen Voeren statt. Dies ist eine Veranstaltung des CAMMP Schülerlabors der RWTH Aachen, an dem wir (14 Schüler und Schülerinnen aus der EF und Q1) im Rahmen des CAMMP science Projekts teilnehmen konnten. Eine Woche lang hatten wir die Chance, ein reales, von einer Firma gestelltes Problem der Nachhaltigkeitsforschung zu lösen. Abschließend stellten wir die Ergebnisse vor den Mitarbeitern/Innen der RWTH Aachen, den Firmenvertretern/Innen und unseren Freunden in einer Präsentation vor.


Die CAMMP week startete Sonntag mit der Anreise nach Belgien und einem Willkommenstreffen, sowie der Zimmerzuteilung. Nachdem die Betten bezogen waren, sollten wir in sechser Gruppen, in denen wir auch später die großen Probleme bearbeitet haben, mit schlechtem Klebeband einen alleinstehenden Turm aus Spaghetti bauen. An den darauffolgenden Tagen bearbeiteten wir die Problemstellungen mit Hilfe von MATLAB.



Beispielsweise war das Problem unserer Gruppe, in einem Solarturmkraftwerk die Spiegel optimal zu verkabeln, welches und von der Firma TSK Flagsol gestellt wurde. Dabei mussten viele Faktoren, wie zum Beispiel das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine logische Aufteilung der Kabel beachtet werden. Andere KKG-Schüler/innen befassten sich mit dem Recycling von Metallen (AINT GmbH), dem Herstellungsprozess von Biomasse zur Energieerzeugung (Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung, RWTH-Aachen) und der Auslegung einer Photovoltaikanlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus (BOB AG).


Neben der Arbeit gab es natürlich auch ausreichend Freizeit und coole Aktionen, wie zum Beispiel nette Kartenrunden und/oder Gespräche, grandioses Gitarrenspiel, Sport im Regen, sowie ein internes Fußballturnier der Gruppen mit anschließendem Grillen. Auch der Pool blieb nicht unverschont.
Donnerstagnacht gaben wir unserer Präsentation und dem dazugehörnden Bericht den letzten Schliff und arbeiteten mit unseren Betreuern Hand in Hand solange, bis diese „optimal“ waren.


Freitag hielten wir dann die Präsentationen im SuperC-Gebäude der RWTH Aachen vielleicht etwas verschlafen, aber sehr stolz und trafen die Firmenvertreter und Interessierten nochmal persönlich, um eventuelle Fragen oder Unklarheiten zu beantworten. Die erreichten Ergebnisse sind sehr beeindruckend und viele Firmen, wie zum Beispiel unsere, sind sehr an der Weiterarbeit am Projekt interessiert.


Abschließend können wir sagen, dass wir durch die CAMMP week tolle neue Erfahrungen gemacht haben, denn dort konnten wir komplexere reale Probleme lösen und in der Schule Gelerntes sinnvoll anwenden. Außerdem konnten neue Freundschaften und Erinnerungen geschaffen werden, die jede einzelne Sekunde dieser Woche beneidenswert machen.

Sollte sich jemandem die Chance bieten an der CAMMP week teilzunehmen, sollte er diese auf jeden Fall nutzen.

 

 

Florian Eßing & Andreas Münstermann