Am 02.06. haben wir, der Lateinkurs der achten Klassen von Herrn Weber, in der 5. und 6. Stunde einen Ausflug durch Aachen gemacht.


Zuerst sind wir zum Centre Charlemagne gegangen und haben uns dort von Frau Gerti Klein-Verwijst ein paar grundlegende Sachen über Aachen vor Karl dem Großen erzählen lassen. Unter anderem erfuhren wir, dass viele Leute für sich in Anspruch genommen haben, die heißen Quellen gefunden zu haben (wir kennen ja alle die Legende über Kaiser Karl, wie er die Quellen gefunden hat), aber in Wirklichkeit haben schon die Kelten die heißen Quellen entdeckt. Wegen dieser heißen Quellen und wegen der vielen Brunnen heißt Aachen, im Lateinischen Aquæ Granni, (= Wasser (im Fränkischem)) auch die Stadt des Wassers. Außerdem hat sie uns erzählt, dass es in der römischen Siedlung, die hier lag, zwei ungewöhnlich große Thermen gab und dass Kaiser Trajan in Aachen ein Gebäude hat bauen lassen, das einzige von ihm gebaute Gebäude in der größeren Umgebung. Diese Information konnte man einem Stein entnehmen, der bei einer der vielen Ausgrabungen gefunden wurde. Dort stand nämlich der Name Trajans im Nominativ, d.h. dass Trajan in Aachen als handelnde Person auftrat.


Daraufhin sind wir mit Frau Klein-Verwijst auf den Spuren der Römer durch Aachen gewandert. Zuerst hat sie uns erklärt, warum es in Aachen so viele dreieckige Plätze gibt, weil nämlich die Römer ihre Straßen von Nord-Westen nach Süd-Osten und von Nord-Osten nach Süd-Westen gebaut haben, aber die Franken ihre Straßen von Norden nach Süden und von Osten nach Westen gebaut haben. Danach besuchten wir die archäologischen Fenster im Elisengarten und an der Mayerschen Buchhandlung, um dort genaueres über die römische Siedlung zu erfahren.


Von dort sind wir auf den Platz der Wasserkunst gegangen. Dieser liegt genau über dem Quellhaus von einer der beiden Aachener Heißwasserquellen, die noch betrieben werden. Hierbei handelt es sich um die Kaiser- und um die Rosenquelle, die Kaiserquelle liefert 12.000 und die Rosenquelle 31.000 l/h. Von diesen Quellen werden auch heute noch Thermen gespeist.

Dann hat Frau Klein-Verwijst uns noch eine kleine Stadtführung gegeben und uns schließlich auf dem Markt entlassen.

 

Ludger Wesselmann 8c